Todsünden!

von sedaRt

Wenn Künstler ihre verqueren Gedanken fusionieren, kommt Spannendes bei heraus. So hat mich die Idee des Komponisten, der hinter der Musik von Adversus steht, zehn neue Todsünden zu finden, die das alte christlich motivierte Konzept ablösen sollen, nicht mehr losgelassen.
An Stelle eines Vergehens an dem Bund zwischen Gott und mir (lt. Katechismus der kath. Kirche) tritt das Vergehen an mir selber und dem anderen. An Stelle vom reinen „Bösen” und einer auferlegten bußpflichtigen Schuld gegenüber „Gott” tritt das Leid, das „Wehe“, die Abkehr von mir selbst, aber auch die Hoffnung auf Heilung und „Wohl“.
Und ich frage mich, welche Gesichter tragen diese Vergehen, wie verkaufen sie sich in der Masse, wie tarnen sie sich?
Und wie fühlen sie sich an für den Träger, für den Akteur und für den Dulder?

Um folgende Tod„sünden“ soll es gehen:
Selbstgerechtigkeit
Unästhetik
Glaube
Engherzigkeit
Stagnation
Beliebigkeit
Feigheit
Missachtung
Ignoranz
Dummheit

Zehn Todsünden, acht Musiker, acht Gesichter, von denen jedes eine Todsünde verkörpern wird.

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